Zum Tod von Hartmut Häußermann


Foto: Hertie-Berlin-Studie

Die „Soziale Stadt“ hat eines ihrer wichtigsten Gesichter verloren. Denn Hartmut Häußermann stand wie kein anderer für die schonungslose Analyse einer Dynamik in denjenigen Stadtteilen, die abzukippen drohen. Aber auch für den empathischen Ansatz, den Menschen in diesen Stadtteilen mit vielfältigen Mitteln unter die Arme zu greifen – und zwar im Interesse aller Stadtbewohner.

Der Tagesspiegel schrieb:“ Häußermann wurde nie müde, den gefährlichen Mechanismus der räumlichen Ausgrenzung anzuprangern und Front gegen die soziale Entmischung in der Innenstadt zu machen.“

Auf Hartmut Häußermanns Forschungen und auf sein Engagement hin ist das Programm „Soziale Stadt“ mit den Quartiersmanagements hier in Berlin zu einem Erfolg geworden. Prof. Häußermann war dabei auch immer zu Kritik und Diskussion bereit, denn ihm lag offensichtlich viel an den Menschen in den sogenannten „benachteiligten“ Stadtteilen.

Morgen wird im Haushaltsausschuss des Bundestages vermutlich endgültig die Axt an unsere Stadtteilprojekte gelegt. Die Städtebaumittel werden auf Bundesebene radikal gekürzt und sollen sich nur noch auf Bauliches konzentrieren.
Ein harter Schlag für die 600 betroffenen deutschen Kommunen und alle Menschen, die sich schon so lange in den Stadtteilen mit wenig Geld und viel Idealismus engagieren. Häußermanns Tod macht uns auch deshalb sehr traurig.
Mehr dazu finden Sie bei der Kampagne „Soziale Stadt retten“ im Internet.

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