Anne Wisplers Wort zum Sonntag


Anne Wispler
Liebe Freunde der „Sozialen Stadt“,
Es besteht ja immer Hoffnung. Selbst wenn wir bis Mittwoch keine 50.000 Stimmen sammeln (siehe „Online-Petition„). Was angesichts der umständlichen Registrierung beim E-Petitions-Verfahren des Bundestages auch ziemlich aussichtslos erscheint.

Es gibt schließlich in dieser Republik kaum einen Praktiker oder eine Praktikerin aus den Kommunen, der Stadtplanung und der Integrationsarbeit, der oder die den Erfolg der „Sozialen Stadt“ bestreitet.

Nachdem sich die abgehobenen Bundestagsabgeordneten also mit dem Sparen beschäftigt haben – etwas, was nicht ihre Diäten betrifft, da sei Gott vor – werden hoffentlich kluge Realpolitiker dafür sorgen, dass die Arbeit in der „Sozialen Stadt“ irgendwie weiter gehen kann.

Heinz Buschkowsky, Neuköllns umtriebiger Bürgermeister,  hatte am Montag noch vor den Kürzungen gewarnt: „Wenn das passiert, stoßen wir die Quartiere zurück in die Lethargie.“ Er wies darauf hin, dass der Bund bisher mit dem geringsten Anteil zu dem Programm beitrug. Denn die Kommunen und die EU schultern gemeinsam rund zwei Drittel der Fördersumme. Buschkowksy fand es „nahezu töricht, diese EU-Mittel nicht zu nutzen“.

Und ich fände es wirklich töricht, die einmalige Kombination von integrativen, sozialen und städtebaulichen Maßnahmen nicht fortzuführen.
Die Wohlhabenden in ihren Vororten fühlen sich vielleicht noch nicht angesprochen. Aber wie Buschkowsky am Montag auch noch sagte: „Wie lange braucht man mit einem geklauten BMW von Neukölln nach Dahlem-Dorf?“

Ihre Anne Wispler

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